• Chronologie

    1182 erste Urkundliche Erwähnung unter dem Namen „Sigerdessen“
    „Sigerdessen“ bedeutet Esse (= Heim) des Siegert.
    Der Name des Ortes lässt darauf schließen, dass Sierße lange vor seiner Urkundlichen Erwähnung aus einem Einzelhof endstanden ist, an den sich dann allmählich, planlos und unregelmäßig, andere Gehöfte anschlossen.
    So entstand in Laufe der Zeit ein typisches Haufendorf.
    Seit 1152 gehört „Sigerdessen“ zum Halbgericht Bettmar.
    Im Mittelalter scheint in der Gemarkung Sierße ebenfalls eine Gerichtsstätte gewesen zu sein, am Wald „Sierßer Holz“.[1] ↑
    (1)J. H. Gebauer: Geschichte der Stadt Hildesheim, Band 1, Verlag A. Lax, Hildesheim 1922

    1182 Sigerdessen
    1226 Sigerdissen
    1276 Siredhessen
    1318 Syerdesse, Syerdissen, Syerdessen
    1320 Syerdesse, Sirdissen
    1357 Zierdisse
    1382 ca.in diesem Zeitraum wurde die Kirche gebaut
    1383 – 1416 Syrdesse, Sirdhe, Sirdesse, Syerdesse
    1453 Sidersse
    1478 Sydersse
    1487 Sidersse
    1542 Sigerssen
    1566 Sigerße
    1569 Unter Herzog Julius von Braunschweig wurde auch die Gemeinde von Sigerße lutherisch.
    1584 Sierse
    1677 Sierße
    1783 wurde die Kirche umgebaut.
    1802 hatte Sierße 409 Einwohner in 56 Feuerstellen (2] ↑ G. Hassel: Geographisch-statistische Beschreibung der Fürstenthümer Wolfenbüttel undBlankenburg, Braunschweig 18
    1807 Mit dem Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel wurde Sierße in das von Napoleon geschaffene Königreich Westphalen eingegliedert.
    1813 Nach dessen Auflösung im Jahr 1813 gehörte der Ort bis 1918 zum Herzogtum Braunschweig.
    1873 Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Sierße
    1885 Gründungsjahr der Landwehr Kameradschaft, der heutigen
    Kyffhäuser Kameradschaft.



  • 1889 bis 1890 bekam die Kirche eine neue Orgel.
    1898 Bau der Sierßer Konservenfabrik.
    1902 Bau der Kapelle auf dem Friedhof im Ostefeld
    1910 Gründung des Männerturnvereins Sierße, den heutigen TSV Sierße / Wahle.
    1911 Besuch des Regenten des Herzogtums Braunschweig
    Prinz Johann Albrecht von Mecklenburg
    1914 bis 1918 Im Kirchenturm befanden sich drei Glocken.Die größte von ihnen wurde im ersten Weltkrieg entfernt und eingeschmolzen.
    1915 Beginn der Stromversorgung durch die Überlandwerke.
    1932 Gründungsjahr der Frauenhilfe
    1937 Gründungsjahr des Siedlerbundes Sieße
    1939 Bau der Schule „Hinter dem Dorfe“
    1951 Bau des 1. Feuerwehr Gerätehauses mit Zisterne und Schlauchturm.
    1952 Einweihung des Bahnhofs. Erstmals hält ein Personenzug in Sierße.
    Der Bahnhof wurde in Eigenleistung von Sierßer Bürgern erbaut.
    1960 Baubeginn der Siedlung Heisterkamp u. Neue Strasse.
    1966 Gründungsjahr des Sierßer Altenkreises
    1970 Gründung des Kirchenchores durch Pastor Brandt und A.Huse.
    1974 im Zuge der Gebietsreform Niedersachsens endet Sierßes Zuordnung
    zum Landkreis Braunschweig und sein Status als selbstständige Gemeinde.
    1974 Kirche - grundlegende Überholung der Orgel.
    1978 Gründungsjahr der Volksfestgemeinschaft.
    1982 feiert Sierße sein 800 jähriges bestehen.
    1996 Erster Spatenstich Baugebiet „Mühlenblick“
    1996 Anschluss Sierßes an das Gasnetz.
    1996 Gründungsjahr der Kulturgemeinschaft Sierße
    Eintragung der Satzung der Kulturgemeinschaft Sierße e,V. beim Amtsgericht Hildesheim
    2007 feiert Sierße sein 825 jähriges bestehen.
    2015 schnelles Internet für Sierße. HTP verlegt 100 MBit Glasfaserkabel.
    2020 Sierße wird an das 1 GB Glasfasernetz angeschlossen.

  • Bahnhof (Haltestelle)

    1952 wurde der Sierßer Bahnhof eingeweiht, zum erstenmal hält ein Personenzug in Sierße.

    Der Bahnhof wurde in Eigenleistung von Sierßer Bürgern erbaut.

    Leider wurde er im Zuge der Neuordnung der Bahn in den neunziger Jahren abgerissen.

  • Kirche

    rund 200 Jahre war das Dorf Sierße alt, als man damit begann, eine Kirche zu bauen.

    Unter Herzog Julius von Braunschweig wurde auch um 1569 die Gemeinde von Sierße lutherisch.

    Sierße hatte keinen eigenen Pfarrer, sondern wurde vom Pfarrer aus Liedingen mit betreut.

    Im Zuge der Reformation wurde die Pfarre Sierße mit der Pfarre Bettmar zu einem Pfarramt verbunden

    1783 wurde die Kirche umgebaut und so steht Sie noch heute.
    Von dem Umbau kündet eine Steintafel an der Südseite der Kirche.

    Im Kirchenturm befanden sich drei Glocken. Die größte von ihnen wurde im ersten Weltkrieg entfernt und eingeschmolzen.

    Der Innenraum wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neu hergerichtet.

    1889/90 bekam die Kirche eine neue Orgel, die 1974 grundlegend überholt wurde.

    Zusammen mit der Neugestaltung des Kirchplatzes ergibt sich heute ein Bild von der Sierßer Kirche, das sie zu einer der schönsten unserer Gegend werden läßt.

  • Schule

    Vor der Reformation kann in den Dörfern von einer Schule kaum die Rede sein.

    Durch die Kirchenordnung des Herzogs Julius von 1569 wurde die "deutsche Schule" auf dem Lande eingeführt..

    Gegen Ende des 30jährigen Krieges, im Jahre 1647 wurde aber der Schulzwang eingeführt..

    Nach der Schulordnung von 1753 mußten die Kinder vom 4. bis 14. Lebensjahr die Schule besuchen, während der Erntezeit jedoch nur täglich 1 Stunde.

    Im Oktober 1794 brannte das alte Schulhaus ab, wurde dann aber wieder aufgebaut.

    1938 wurde die heutige Schule am damaligen Dorfrand erbaut. Sie galt seinerzeit als "vorbildliche Landschule".

  • Ortswappen

    Heraldische Beschreibung:

    Von Blau und Gelb gespalten mit einem Kesselhaken in gewechselten Farben.

    Begründung Sierße hat früher jahrhundertlang eine Mittelfunktion als Hauptort des Amtes Sierße besessen,
    zu dem neben Sierße selbst Wendeburg, Wendezelle, Bettmar, Zweidorf und Teile von Woltorf gehörten..


    Zur Erinnerung an das alte Amt Sierße und an das erste in Sierße seinerzeit örtlich und regional bedeutsame Wappen wurde daraus ein Kesselhaken in das Ortsteilwappen übernommen.

    Der gespaltene Schild verweist auf die ehemalige Grenzlage Sierße (Braunschweig / Preußen,
    davor Braunschweig / Hannover und davor jahrhundertlang welfische Lande / Fürstbistum Hildesheim)

Für die Richtigkeit der Angaben übernimmt die Kulturgemeinschaft Sierße e.V. keine Gewähr.